11.7.15 Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
Wenn gestern ein Tag war, um sich das segeln abzugewöhnen, so ist heute definitiv einer um sich zu verlieben. Leichte Wellen, angenehme Brise (leider von vorn), Mann und Kinder sind gut drauf und mir war nur zwischendurch mal schlecht. Sind irgendwo auf Höhe Ameland, hätte ich mir glatt mal gern angeschaut, klingt ein bisschen nach Augsburger Puppenkiste, jeder sollte einmal reisen in das schöne Ameland. Aber endlich kommen wir mal voran und ehrlich gesagt, geht uns das Wattenmeer mit seinen ganzen Stolperfallen auf den Wecker und noch mehr Robben gab es auch nicht. Haben beschlossen bis Den Helder, besser noch Den Haag durch zu segeln. Rüdiger darf sich wohlverdient in den Salon (klingt deutlich größer als es ist) kuscheln, die Kinder bauen Legoburgen und ich habe Wache, was auch ziemlich entspannt ist. Außer einer erschöpften Taube, die auf unserem Segel landen wollte, ein paar Hummeln, Möwen, Seeschwalben und einem Vogel, den ich nicht identifizieren kann, war es recht ruhig. Ach ja ein paar Segelern, Frachter auf Reede, Bohrplattformen und deren Versorgungsschiffe gab es auch noch. Henri bringe ich grade schmutzige Matrosenlieder bei, da freut sich die Kindergärtnerin im September, Hänschen klein und alle meine Entchen kann jeder, die Liebe der Matrosen ist da doch ein anderer Schnack.
Mittlerweile ist es halb fünf, Henri und ich halten wache. Irgendwie halten die Zwerge nicht viel von schlafen, so dass weder Rüdiger noch ich schlafen können. Hinzukommt Flaute und Gegenströmung. Läuft also. Werde jetzt noch mal mit Henri über die wichtigen Dinge des Lebens reden, Möwen gucken und aufpassen,dass wir kleine Ölplattform übersehen.
Liebe Grüße an mein Bett.




























































































































