Super, was wir gestern zu viel hatten, haben wir heute definit zu wenig. Wie sagt Rüdiger immer, in seinem nächsten Leben wird er Wetterfrosch, da ist es egal, ob seine Vorhersage zutrifft oder nicht, getreu dem Motto: kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. Vorgesagt war 4 bis 5 Beaufort, bekommen haben wir 0 bis 2.
Das Ziel war Borkum, geworden ist es Norderney.
Auf dem Weg dorthin wurden wir fast von kaffeetrinkenden Holländer-Omas über den Haufen gefahren. Kamen an einem Ankerplatz für große Pötte vorbei, was von unten gesehen schon sehr beeindruckend ist. Ebenso beeindruckend sind die Strömungen hier. 5 Knoten gegen die Sophia sind nicht grade schön und führten zu viel Frustration beim Skipper, was er quasi gelassen getragen hat.
Kurz vor Norderney kam dann doch Wind und das auch noch böig, also alles was man in einem unbekannten Gebiet mit Sandbänken braucht. Die Betonnung war auch nicht so das Wahre, die Einfahrtstonne lag links, laut Kartensätzen hätte sie aber rechts sein sollen. Langsam sackte die Stimmung des Skippers unterhalb des Meeresspiegels. Getoppt wurde das Ganze von einem vollen Hafen und Sturmwarnung mit Gewitter. Wir hatten uns ein Boot zum Päckchen liegen ausgesucht, am Bug waren wir schon fest, als ein Holländer beschloss sich in die Fluten zu stürzen. Top, ein Platz für uns. Neben einem KombiKotter mit sehr hilfsbereiten Inhabern. So wirklich hilfsbereit, über die Grenzen hilfsbereit, sprich Typ Nachbar, wo wir eine sehr hohe Hecke ziehen würden. Egal, das Unwetter kann kommen, dann kann es morgen ja weiter gehen. Einer der Vorteile vom Segeln, blöde Nachbarn sind nur von kurzer Dauer.

























