Hätte mich heute Morgen jemand gefragt und Lena, wie gefällt Dir segeln so, dann hätte ich aus vollsten Herzen gesagt zum K….. und mich wieder über die Reling gehängt. 4Meter hohen Wellen sind offensichtlich Kinder-, aber nicht MamaFreundlich, im Gegenteil. Ablegen ging leicht, allein schon wegen der tatkräftigen Unterstützung unseres Nachbarns. Die Strömung war mit uns, und dann kamen die Wellen. Ben schlief noch in der Bugkajüte, bei den Wellen sicher kein Vergnügen, so dachte ich. Kaum da vorn, ging meine Welt unter. Sohnemann schlief selig und mir war schlecht, nicht ein wenig, sondern so richtig, ich will sterben schlecht. Fragen wie dick und robust ist eigentlich GFK oder fette Schokotorten, die immer wieder in meinem Kopfkino vorkamen, waren alles andere als hilfreich. Ben fand, als er wach war, den Ritt im Bug super und irgendwann konnte ich endlich ihn als auch mich nach hinten in Achterkajüte bringen.
Rüdiger ging es nicht viel besser. Seekrank ist für ihn kein Thema, im Gegenteil. Allerdings waren seine Instrumente ausgefallen, was ausgesprochen ungünstig ist, so ohne Echolot im Wattenmeer. Hinzu kam, dass er allein oben stand, keiner das Schott dicht machen konnte und von menschlichen Bedürfnissen mal ganz abgesehen. Also alles andere als optimal.
Jetzt, 7Stunden und ein Bauernfrühstück später, nein ich tausche die Sophia nicht gegen ein Hausboot. Mein Vater muss mich auch nicht aus Borkum abholen, denn dort sind wir. Alle Instrumente funktionieren wieder, offensichtlich sind sie meiner Meinung das 4Meter Wellen blöd sind. Der Wind und der Wasserspiegel haben sich beruhigt, ebenso mein Magen, von mir aus kann es weiter gehen.
In dem Sinne, mal sehen, wo wir morgen um diese Uhrzeit sind.




















